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Übergabeblatt für die Wohngruppe

NR
Nils Rieter · Gründer von Lotsana, IT-Unternehmer aus dem Raum Köln. Baut Fachsoftware für ambulante soziale Dienste und schreibt hier über die Praxis dahinter.

Beim Dienstwechsel bleiben dem nächsten Dienst ein paar Minuten für alles, was seit dem letzten Dienst passiert ist. Dieses Blatt hält die Gruppe und die einzelnen Kinder und Jugendlichen auseinander und fragt je Zeile dieselben vier Dinge ab.

Stand: September 2026. Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind eure Betriebserlaubnis, die Vorgaben der Aufsicht und euer Schutzkonzept.

Was auf dem Blatt steht

Zwei Seiten, das Blatt quer, die Anleitung hoch:

So benutzt ihr es

Was die ganze Gruppe betrifft, steht einmal oben, zum Beispiel ein Handwerker am Vormittag oder eine Absprache im Team. Was ein einzelnes Kind betrifft, steht in dessen Zeile. Wer den Dienst übernimmt, liest zuerst die Gruppe und dann die Zeilen der Kinder, mit denen er als Nächstes zu tun hat.

In die Spalten gehört, was passiert ist, nicht wie man es findet. „Ist nach dem Anruf von zu Hause nicht zum Fußball gegangen“ sagt dem nächsten Dienst etwas, „hatte keinen Bock“ nicht. Dasselbe Prinzip trägt später den Bericht, siehe die Formulierungen im Entwicklungsbericht.

Auf das Blatt kommen Kürzel oder Vornamen, keine Nachnamen und keine Diagnosen. Es liegt offen im Dienstzimmer, und nicht jeder, der dort vorbeikommt, muss alles lesen können. Das entspricht dem Grundsatz der Datenminimierung aus Art. 5 Abs. 1 Buchst. c DSGVO: nicht mehr Daten, als für den Zweck nötig sind. Wie lange ihr ausgefüllte Blätter aufbewahrt, legt ihr in eurem Löschkonzept fest.

Das Blatt ersetzt weder die Tagesdokumentation noch den Meldeweg. Ereignisse oder Entwicklungen, die geeignet sind, das Wohl der Kinder und Jugendlichen zu beeinträchtigen, zeigt der Träger einer erlaubnispflichtigen Einrichtung zusätzlich der zuständigen Behörde an, und zwar unverzüglich (§ 47 Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII). Welche Fälle das sind, beschreiben die Vorgaben eures Landesjugendamts; mehr dazu unter Meldepflicht nach § 47 im Glossar. Bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung greift euer Verfahren nach § 8a SGB VIII, dafür gibt es das § 8a-Ablaufschema.

Übergabeblatt kostenlos per E-Mail

Word-Datei, zwei Seiten. Vorne das Blatt im Querformat zum Ausdrucken, hinten die Anleitung für euer Team.

Klare Ansage statt Kleingedrucktem: Die Datei kommt per E-Mail. Name und E-Mail eintragen, Bestätigungslink klicken, Download-Link ist da. Dazu bekommst du die Praxis-Serie „Kinderschutz in der Jugendhilfe“ und Infos zu Lotsana. Vorlage und Mails gibt es nur zusammen, deshalb ist der Haken Pflicht. Abmelden geht jederzeit mit einem Klick. Zeitpunkt und IP speichern wir als Nachweis der Einwilligung.

Wenn die Übergabe nicht mehr auf Papier laufen soll

In Lotsana schreibt ihr die Übergabe beim Kind oder Jugendlichen in die Akte, als Eintrag vom Typ „Übergabe“. Die Seite Schichtübergabe sammelt die Übergaben der Gruppe, die neuesten oben, und markiert, was seit deinem letzten Besuch dort dazugekommen ist. Der Gruppen-Tag zeigt, zu wem es heute schon einen Eintrag gibt. Was Lotsana in der Wohngruppe kann und was nicht, steht auf der Seite Jugendhilfe und Wohngruppe. 30 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten.

Lotsana ist neu und hat noch keine Referenzen aus Wohngruppen. Ob die Übergabe so für euch reicht, zeigt am ehesten ein Test mit einem echten Dienstwechsel.


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Quellen (abgerufen 14.09.2026)

Stand: 14. September 2026. Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung. Angaben ohne Gewähr.